Denkmalimmobilie Haus Gartenstadt, Berlin

  • Denkmalschutzimmobilie Haus Gartenstadt,Berlin,Berlin
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Blick bis zum Stadion

Die Denkmalimmobilie "Haus Gartenstadt" befindet sich auf dem Areal des zwischen 1934 und 1936 erbauten Gebäudeensembles für ein sportliches Großereignis 1936. Neben einer Winterveranstaltung im Februar in Garmisch-Patenkirchen wurde im August ein weiteres sportliches Großereignis veranstaltet. Als das Stadion in Berlin 1936 eingeweiht wurde, war es eines der größten und modernsten der Welt. Der erfolgreichste Sportler der Spiele wurde der afroamerikanische Jesse Owens mit vier Goldmedaillen. Die Wettkämpfe wurden erstmals in der Geschichte live als bewegte Bilder übertragen. Für die ca. 3.600 männlichen Athleten mit ihren Trainern und Betreuern entstand ab 1934 eine eigene Siedlung in Elstal. Der Standort – etwa 15 Kilometer westlich vom Reichssportfeld – gehörte ursprünglich zum Truppenübungsplatz Döberitz. Die Wahl des Standortes war bereits ein Hinweis auf die geplante militärische Nachnutzung. Die 300 Athletinnen wurden auf dem Reichssportfeld im Friesenhaus untergebracht. Das 550.000 Quadratmeter große Siedlung umfasste 141 Wohnhäuser, Sozial-, Gemeinschafts- und Trainingsgebäude. 136 der Wohnhäuser waren ein-, die anderen zweistöckig konzipiert. In einem Haus wohnten zehn bis zwölf Athleten. Architekt Werner March, der auch für das Stadion und Reichssportfeld verantwortlich war, übernahm Planung und Bauaufsicht. Er gestaltete die Siedlung in enger Abstimmung mit militärischen Beratern in massiver Ziegelbauweise. Am 20. Juni 1936 zogen die ersten Athleten ein. Die offizielle Übergabe an das Nationale Organisationskomittee fand am 1. Juli 1936 statt.

Zentrum der Siedlung war die heutige Denkmalimmobilie "Haus Gartenstadt". Das ca. 130 Meter lange Gebäude bestand aus zwei nach innen gewölbten Bauteilen, in deren Mitte ein ovaler begrünter Innenhof lag. In 38 Speisesälen für jede Nation mit eigener Küche versorgten 200 Köche die Athleten. Von den Terrassen vor dem Gebäude hatte man einen Blick bis zum Stadion. Das Hindenburghaus nahe dem Eingangsbereich war neben der Denkmalimmobilie Treffpunkt der Athleten. Empfangsbereich und Verwaltungseinrichtungen mit Post, Gaststätte und Einkaufsläden waren außerdem untergebracht. Sportplatz, Turnhalle, Schwimmbad, Ärztehaus und ein Badesee mit Sauna vervollständigten die Anlage.

Nach Beendigung des sportlichen Großereignisses blieb das Gelände in der Obhut der Wehrmacht. Mit Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm die Sowjetarmee das Gelände. Teile der Bauten wurden Lazarett, andere verblieben im Bereich sportlicher Betätigung. Der überwiegende Teil der Athletenunterkünfte wurde abgerissen und bis in die 80erJahre durch zwei- bis fünfgeschossige Wohngebäude ersetzt. Die Sowjetarmee übergab nach deren Rückzug 1992 das Gelände an die deutschen Behörden.

Von 1993 bis 2004 standen die Gebäude leer. Seit 2004 kümmert sich die „DKB-Stiftung für gesellschaftliches Engagement“ um Sicherung, Erhalt und Ausbau des Ensembles. Sie wandelte es in ein öffentliches Freiluftmuseum um. Weitere Bestandsgebäude aus der sowjetischen Zeit nach 1945 werden voraussichtlich nach der Sanierung zu Wohnungen umgebaut. Unter dem Namen Denkmalimmobilie "Haus Gartenstadt" wird die ehemalige Siedlung bei Berlin zu neuem Leben erweckt. Gärtnerisch gestaltete Landschaft mit Wegesystem sowie die Denkmalimmobilie selbst sind in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragen.

Wohnungen in der Denkmalimmobilie

Nach Sanierung der Denkmalimmobilie "Haus Gartenstadt" und Um-/ Anbau entstehen Suiten, Maisonetten und Penthouses unterschiedlicher Art und Größe. Im eigenen Wohnquartier sollen alle Generationen, Einkommensklassen und Haushaltsgrößen ihren Platz finden. Bewohner profitieren von Gemeinschaft und Nachbarschaft in der Denkmalimmobilie. Viele der Wohnungen erhalten Terrassen oder Wintergärten mit Blick auf den Innenhof oder zur Aue. Oberirdische Kfz-Stellplätze und Stellplätze in den Tiefgaragen bieten zukünftigen Bewohnern genügend Platz für ihre PKWs. Der Erhalt des äußeren und inneren Erscheinungsbildes bzw. die Anpassung an die neue Nutzung als Wohngebäude nebst Freiflächen sollen unter weitgehendem Erhalt von bauzeitlicher Originalsubstanz nach Maßgabe der Planung durch den Architekten bzw. die Garten- und Landschaftsarchitekten erfolgen. Bei den im Bestand vorhandenen Bauteilen und Außenanlagen handelt es sich naturgemäß nicht um "neuwertige" Elemente, sondern um bauzeitlich wertvolle Original-Bauteile, die trotz Aufarbeitung Gebrauchsspuren aufweisen und ihr Alter zeigen werden und auch sollen.

Vorschädigungen, die Spuren früherer Reparaturen und Ausbesserungen oder verbleibende Beschädigungen sollen nicht überall gänzlich verschwinden. Solch verbleibende Spuren sind als "Geschichtsdokument" zu betrachten. Nach Maßgabe des Architekten im Einvernehmen mit der Denkmalpflege festgelegtes Ziel ist das Bewahren von bauzeitlicher Originalsubstanz, nicht die Herstellung neuwertig wirkender perfekter Oberflächen. Die unter Denkmalschutz stehende Immobilie wird voraussichtlich am Westflügel um einen Anbau zur erweitert. Der Anbau wird sich in Form und Farbe in das Gesamtensemble der Denkmalimmobilie einfügen. Aufgrund des Denkmalschutzes ist insbesondere für die Restaurierung und Erhaltung der Fassaden und Treppenhäuser, des darüber hinausgehenden Gemeinschaftseigentums sowie in Teilen des Sondereigentums, die Grundrissgestaltung, die Wahl der Baumaterialien, die Farbgebung und die Ausführung im Bereich der Garten- und Außenanlagen, die Zustimmung des Amtes für Denkmalpflege einzuholen.

Gemeinschaftsflächen der Denkmalimmobilie

Im Erdgeschoss der Denkmalimmobilie werden zwei Gemeinschaftsräume, wie diese im Grundriss Erdgeschoss in den vorläufigen Aufteilungsplänen mit Sauna und Lounge bezeichnet sind, errichtet; im Dachgeschoss zwei Gemeinschaftsterrassen. Für die Bewohner entstehen im Außenbereich eine Paketstation und Plätze für sportliche Aktivitäten, wie der sog. Robert-Worst-Sportpfad, Boule und Calisthenics. Diese Räume und Einrichtungen dürfen alle Eigentümer/Bewohner auf Dauer mitbenutzen. Für die gemeinschaftlichen Räume (wie Sauna, Lounge, Gemeinschaftsterrasse, WC´s) und Einrichtungen sowie die Außenbereiche wird der Verwalter eine Nutzungsordnung zu Art und Umfang der Benutzung sowie Kostentragung durch die Nutzer (Eigentümer/Bewohner) festlegen. Im Loungebereich der Denkmalimmobilie ist geplant, ein Conciergeservice zu errichten, bei dem man Produkte des täglichen Bedarfs einkaufen kann. Im Gemeinschaftsraum des Loungebereichs wird auch ein W-LAN Anschluss installiert sein. Hierfür anfallende Kosten sind von der Eigentümergemeinschaft und den Sondereigentümern entsprechend zu tragen.

Qualität der Wohnungen

Nach der Restaurierung bzw. Herstellung wird die Denkmalimmobilie "Haus Gartenstadt" seinen Bewohnern in Wohnungen verschiedener Größen Ausblick auf die Naturlandschaft in Elstal ermöglichen. Alle Wohnungen sind gemäß den Plänen, wie sie der Teilungserklärung beigefügt, im Denkmal an die Bestandsgrundrisse angepasst worden und verfügen über Grundrisse, die eine der Wohnungsgröße entsprechende Möblierung erlaubt. Die Fliesen in den geschlossenen Küchen sowie Boden- und Wandfliesen in den Bädern hat der Innenarchitekt sorgfältig ausgewählt und auf das Objekt abgestimmt. Die Auswahl orientiert sich an den Ergebnissen regelmäßig vom Veräußerer in dessen Referenzobjekten durchgeführten Befragungen der Mieter nach deren bevorzugter Ausstattung. Wir empfehlen Ihnen auf Grund dessen die Auswahl eines der vorgeschlagenen Badkonzepte. Jeder Erwerber erhält während der Ausführungsplanung schriftlich die Möglichkeit, Art und Ausführung seiner Badfliesen aus den vom Innenarchitekten zusammengestellten Ausstattungsvarianten auszuwählen. Wo in den Grundrissen der vorläufigen Aufteilungsplänen eingezeichnet, werden in den Wohnungen der Denkmalimmobilie Mini-Saunen nach Planung eines Saunabauers eingebaut.