Denkmalimmobilie Quartier Gohlis, Leipzig

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Objektcharakteristika

Die heute denkmalgeschützten Immobilien, genauer zwei Vorder- und ein Gartengebäude, sind Bestandteil eines als offene Blockrandbebauung angelegten Quartiers, das zwischen 1880 und 1920 sukzessive errichtet wurde und architektonisch wie baukünstlerisch eindrucksvoll die stilistische Vielfalt im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts reflektiert. Dementsprechend unterschiedlich ist die bauzeitliche Ausstattung der Denkmalimmobilien. Während in den Wohneinheiten des 1894 errichteten, heute denkmalgeschützten Vordergebäudes bspw. weder Bäder noch Toiletten (WC im Treppenhaus) vorhanden waren, beinhaltete die moderne Raumplanung des 1912 errichteten Vordergebäudes bereits innenliegende Bäder und WCs

Lage

Stadtteil Gohlis-Süd, zugehörig zum Stadtbezirk Nord mit 64.643 Einwohnern [Stand 2013, Einwohnerdichte 1.701 Einw./km²] auf einer Gesamtfläche von 38,0 km². Geografisch betrachtet erstreckt sich der Stadtbezirk im nordwestlichen Teil Leipzigs unmittelbar an den Stadtbezirk Zentrum (Mitte) angrenzend.

Objektart

Denkmal-Sanierungsobjekte. Architektur der Denkmalimmobilie im Stil des Historismus bzw. aus der Spätphase des Jugendstils. Deklariert als schützens-/erhaltenswerte Baudenkmale des Freistaates Sachsen

Gebäudekonstruktion

Massivbauweise (Außen- und tragende Innenwände aus Ziegelmauerwerk) mit vier (Vordergebäude) bzw. zwei Vollgeschossen (Gartengebäude), derzeit teilweise ausgebauten Dachgeschossen, Untergeschossen (Abstellräume für die Wohneinheiten, technische Anlagen); sämtliche Decken der Denkmalimmobilie sind als Balkendecken ausgeführt; Untergeschosse sind mit Massivdecken überspannt (Kappengewölbe); Sparrenpfettendachkonstruktionen (Eindeckung in Absprache mit der denkmalschutzrechtlichen Genehmigungsbehörde; bauzeitliche Fassadenflächen (qualifizierte Putzfassaden, u. a. mit bauplastischen Gliederungs-/Schmuckelementen, rückseitig u. a. mit Klinkersockel/-traufe, geklinkerten Segmentbögen) werden nach historischem Vorbild wiederhergestellt.

Die architektonische Gliederung der Denkmalimmobilie erfolgt über eine gleichmäßige Fenstergruppierung hinausgehend u. a. durch Putzgliederungen, Fenstergewände, Zwischengesimse, Verdachungen; das Erscheinungsbild des denkmalgeschützten Vordergebäudes betonen darüber hinaus zwei dreigliedrige (drei- bzw. viergeschossige) Erker; die Hauseingangsbereiche der Denkmalimmobilie (Vordergebäude: Durchgangssituationen, rückseitiger Objektzugang) sind massiv ausgeführt, die Wandflächen im Durchgang des Vordergebäudes wurden bspw. im oberen Bereich mit Stuck, unterhalb davon mit einer Holztäfelung versehen; die denkmalgeschützten Gebäude werden durch massive Zugangstreppen erschlossen; die bauzeitlichen keramischen Bodenflächen sind vollständig erhalten; bauzeitliche Holztreppenkonstruktionen (Antritts-/Geländerpfosten, Geländer, Stufen bleiben unverändert erhalten.